Kipptischuntersuchung

Die Synkopendiagnostik

Eine der wichtigsten Aufgaben in der kardiologischen Diagnostik ist die Untersuchung von Symptomen wie Synkopen und Bewusstlosigkeiten, um mögliche Durchblutungsstörungen oder Herzklappenprobleme zu identifizieren. Synkopen, Ohnmachtsanfälle, sind plötzliche, kurzzeitige Bewusstseinsverluste, die durch eine vorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns verursacht werden können. Bei der Synkopendiagnostik in der Kardiologie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Eines der wichtigsten ist die Kipptischuntersuchung. Dieses medizinische Verfahren wird vor allem zur Diagnostik von Ohnmachtsanfällen genutzt.

Ziele der Kipptischuntersuchung

Durch eine Kipptischuntersuchung kann eine sogenannte orthostatische Hypotonie identifiziert werden, die oft als Schwindel oder Ohnmachtsanfall wahrgenommen wird. Orthostatische Hypotonie bedeutet, dass der Blutdruck nicht ausreichend aufrechterhalten wird, wenn der Patient von einer liegenden Position in eine aufrechte Position wechselt. Dies führt dann auf eine unzureichende Durchblutung des Gehirns und zu den entsprechenden Symptomen wie Ohnmacht.

Durchführung einer Kipptischuntersuchung als diagnostisches Verfahren

Bei der Kipptischuntersuchung liegt der Patient fest auf einem speziellen Tisch, der in verschiedene Positionen vom Liegen bis die Halbsenkrechte Position (ca. 60 Grad Neigungswinkel) bewegt und gedreht werden kann. Während der Positionsänderung können Ärzte die Reaktion des Herz-Kreislauf-Systems auf die Schwerkraft beobachten. Dazu werden während der gesamten Untersuchung wichtige Parameter wie Blutdruck, Herzfrequenz und Elektrokardiogramm (EKG) kontinuierlich überwacht und aufgezeichnet. Werden durch die Untersuchung synkopenartige Symptome ausgelöst, kann deren Ursachen jetzt direkt ermittelt werden. Eine häufige Ursache für Synkopen sind Herzrhythmusstörungen, die während der Untersuchung erkannt werden können. Die Ergebnisse der Kipptischuntersuchung können somit wichtige Hinweise auf eine mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankung liefern.

Während des Tests können verschiedene Messungen durchgeführt werden, um den Kreislauf des Patienten zu bewerten. Dazu gehören die Überwachung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und der elektrischen Aktivität des Herzens mittels eines Elektrokardiogramms (EKG). Diese Informationen sind wichtig für eine genaue Diagnosestellung und um die bestmögliche Behandlung für den Patienten zu empfehlen.

Sollten Sie unter bislang ungeklärten Ohnmachtsanfällen leiden, vereinbaren Sie gerne ein Beratungsgespräch in unserer Kardiologie in Berlin. Nutzen Sie dazu am besten unseren unkomplizierten Rückrufservice.